Bäume und Sträucher unserer Wälder - forstgenetische Ressourcen

Buchenwald
Buchenwald im Hohen Meissner, © Willow

Der weitaus größte Teil des Waldes unterliegt einer forstlichen Nutzung. Grundlage dafür sind die in Deutschland natürlich vorkommenden Arten an Bäumen und Sträuchern, wobei es sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle um auch hier einheimische Gehölze handelt und nur im Ausnahmefall um Arten, die als Neophyten eingeführt worden sind und schon seit längerer Zeit zum Bestandteil der heimischen Flora gezählt werden. Die Tatsache der ausschließlichen Nutzung natürlich vorkommender Arten in der Forstwirtschaft stellt einen markanten Unterschied zur Landwirtschaft dar. Bei forstlichen Gehölzen handelt es sich in der Regel um Wildpflanzen und nicht um gezüchtete Kulturpflanzen.

Die genetische Vielfalt ist Voraussetzung für die Evolution und Basis für die Anpassungsfähigkeit und damit für das Überleben der Arten. Genetische Vielfalt ist aus einer Reihe von Gründen bedeutsam.

Ökologische Gründe

Genetische Vielfalt ist die Grundlage für eine große Reaktionsbreite gegenüber biotischen und abiotischen Einflüssen. Dies ist wegen der Langlebigkeit der Bäume von besonderer Bedeutung, da Bäume ungünstigen Einflüssen aufgrund ihrer Ortsgebundenheit nicht ausweichen können.

Ökonomische Gründe

Große genetische Vielfalt stellt sicher, dass die Bedürfnisse späterer Generationen bei sich wandelnden Ansprüchen an die Leistungen des Waldes, insbesondere an die Produktion des Rohstoffes Holz, auch unter möglicherweise veränderten Umweltbedingungen am ehesten erfüllt werden können.

Ethische Gründe

Genetische Vielfalt muss in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen aus ethischen Gründen erhalten werden, damit diesen die Ökosysteme, Arten und Populationen in ihrer bunten, das Leben charakterisierenden Vielfältigkeit unbeschadet übergeben werden können.