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Allergene im Apfel

Allergische Reaktionen durch den Verzehr von Äpfeln werden vor allem von zwei Proteinen ausgelöst.

Santana

In Deutschland ist das Mal d 1-Protein das Hauptallergen im Apfel, das mit dem Hauptallergen im Birkenpollen kreuzreagiert. Betroffene, die unter einer Birkenpollenallergie leiden, können also auch eine Apfelallergie entwickeln. Grund dafür ist, dass sich die Allergene im Birkenpollen und im Apfel stark ähneln. Das Mal d 1-Protein ist instabil, sodass verarbeitete Apfelprodukte, wie Kompotte, Kuchen und pasteurisierte Säfte, von Allergikern häufig vertragen werden. Entscheidend für die Eliminierung des allergenen Potenzials der Apfelprodukte ist dabei wohl der Pasteurisierungsschritt [8].

Im Apfel kann auch das Mal d 3-Protein allergieauslösend sein. Es ist vorwiegend im Mittelmeerraum für allergische Reaktionen beim Verzehr von Äpfeln verantwortlich. Betroffene gibt es aber auch in Deutschland. Im Falle einer Allergie ausgelöst durch Mal d 3 können die allergischen Reaktionen stärker (z.B. Nesselfieber, Übelkeit und  Bauchschmerzen) und in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich sein. Für das Mal d 3-Protein wird eine Kreuzreaktion mit dem Pfirsichallergen beschrieben. Im Gegensatz zum Mal d 1-Protein ist Mal d 3 extrem stabil und dadurch unempfindlich gegen Erhitzen, so dass in diesem Fall auch verarbeitete Apfelprodukte  allergieauslösend sein können [1]. Grundsätzlich sollten Allergiker deshalb die Verträglichkeit unbekannter Apfelsorten vorsichtig testen.

 

Literaturquellen siehe hier