Monitoring und Nationales Inventar zu aquatischen genetischen Ressourcen

Das Monitoring im Bereich der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ist integriert in die Untersuchungen der Hoheitsgebiete der angrenzenden Nationen und wird vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) koordiniert.
Ein Monitoring in den Binnengewässern liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Im Bereich der Aquakultur gibt es derzeit kein Monitoring und keine Leistungsprüfung von Fischen.

Turbine zur Fangkontrolle
© BLE

Von deutscher Seite übernimmt das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) die biologische Überwachung der Nutzfischbestände des Meeres, ihrer Bestands- und jahreszeitlichen Standortveränderungen im Hinblick auf die fischereiliche Nutzung und der Veränderungen der Umweltbedingungen.

Durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie sind die Länder in der Pflicht, aus der Artenzusammensetzung und -häufigkeit einen Qualitätsindikator für die Gewässer zu erstellen. Damit ist seit 2006 der Grundstein zu einem gezielten Monitoring in den Binnengewässern gelegt. Die Zusammensetzung und Häufigkeit der Arten wird darüber hinaus in unregelmäßigen Abständen in Fischkatastern der Bundesländer erfasst.

Ein Monitoring der Aquakulturbestände besteht nicht. Eine Erfassung der Laichfischbestände der Cypriniden und Salmoniden sowie Nebenfischen dieser Fischwirtschaften wurde durchgeführt.

Nationales Inventar

Die Datenbank AGRDEU - Aquatische Genetische Ressourcen in Deutschland, die vom Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt betrieben wird, dokumentiert die in Deutschland vorkommenden Arten der aquatischen genetischen Ressourcen und gibt deren Gefährdungs-, Nutzungs- und Erhaltungsstand wieder. Sie umfasst die Bereiche Meer, Süßwasser und Aquakultur.


Der Teil "Meer" dokumentiert die genutzten Fische, Krebse und Muscheln aus der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands auf der Basis der Daten der BLE. Der Abschnitt "Süßwasser" erfasst die Süßwasserfische, Rundmäuler, Krebse und Muscheln in limnischen Gewässern. Grundlage sind die Fischkataster der Bundesländer und die vom Bundesamt für Naturschutz erstellte Rote Liste gefährdeter Wirbeltiere in Deutschland. Der Bereich "Aquakultur" beschreibt eine erste Dokumentation der Laichfischbestände aus der Forellen- und Karpfenteichwirtschaft sowie deren Nebenfische auf Basis eines vom BMELV geförderten Projektes.

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