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Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen in der Pflanzenzüchtung

Deutschland verfügt über einen gut ausgebauten öffentlichen und privaten Pflanzenzuchtsektor. Darüber hinaus betreiben Universitäten und staatliche Einrichtungen Grundlagenforschung, die zum Teil von privaten Pflanzenzüchtern finanziert wird.

Deutschland ist weltweit der fünftgrößte Exporteur von Saatgut als Vermehrungsmaterial. Nirgendwo sonst auf der Welt werden so viele unabhängige Zuchtprogramme von privaten Pflanzenzuchtunternehmen durchgeführt. Rund 100 meist mittelständische Unternehmen sind in der Züchtung tätig. Hiervon betreiben 50 eigenständige Zuchtprogramme für landwirtschaftliche Kulturen und sind dabei stark auf pflanzengenetische Ressourcen als Ausgangsmaterial für ihre Züchtungsarbeit angewiesen. Vorwiegend gibt es Zuchtprogramme für Getreidesorten, insbesondere für Mais, Weizen, Gerste, Roggen und Triticale. Ferner existieren Zuchtprogramme für Zuckerrüben, Kartoffeln, Raps und einige Futterpflanzen wie z. B. Weidelgras. Weitere 30 Unternehmen haben sich auf die Züchtung von gartenbaulichen Kulturpflanzen mit dem Schwerpunkt Gemüse und Zierpflanzen spezialisiert.

 

Wichtige Akteure und Programme im Bereich der Pflanzenzüchtung:

 

Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP)

Deutsche Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ)

Assoziation biologisch-dynamischer Pflanzenzüchter (ABDP)

Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtung und Genetik

Hochschulen und weitere staatliche Forschungseinrichtungen

Nationales Evaluierungsprogramm pflanzengenetischer Ressourcen

Deutsches Pflanzengenomforschungsprogramm (GABI)