Aquatische Genetische Ressourcen
Die Aquatischen Genetischen Ressourcen umfassen alle wasserlebenden genetischen Ressourcen. Wir verstehen darunter Fische, Rundmäuler, Muscheln, zehnfüßige Krebse, Meeressäuger, Wasserpflanzen und alle anderen Wasserbewohner, die die Meere, Küsten- und Binnengewässer besiedeln oder in Aquakultur gehalten werden.

- Hol aus der Nordsee
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Meeres- und Süßwasserfische, aber auch Krebse, Muscheln und andere Meeresfrüchte gehören weltweit zu den wichtigsten Proteinlieferanten der menschlichen Ernährung. Gleichzeitig sind sie als Grundlage der Fischwirtschaft von erheblicher sozioökonomischer Tragweite. Insbesondere in den Entwicklungsländern sichern die lokale Fischerei und die angegliederten Produktionszweige breiten Teilen der Küstenbevölkerung ihr Einkommen.
Die deutsche Seefischerei (Küsten- und Hochseefischerei), die in die Gemeinsame Fischereipolitik der EU eingebunden ist, verfügt über ca. 8,5 % (2006) der Fangmenge quotierter Arten innerhalb der EU.
Die Binnenfischerei nutzt sowohl Wildbestände der Seen, Talsperren und Flüsse als auch mehr oder weniger züchterisch beeinflusste Stämme in der Aquakultur. Aquakulturen spielen sowohl in Binnengewässern als auch im Küstenbereich der Meere eine immer stärkere Rolle.
Während die Berufsbinnenfischerei außerhalb von Aquakulturen in Deutschland im letzten Jahrhundert stark abgenommen hat, gewinnt die Angelfischerei mit heute mehr als 1,5 Millionen Anglern und damit auch das Zulieferergeschäft zunehmend an Bedeutung.

