Gefährdung tiergenetischer Ressourcen

Laut Welternährungsorganisation sind weltweit über 7.000 Tierrassen erfasst oder gemeldet. Davon sind  etwa 20 % als gefährdet eingestuft. In Europa ist bereits etwa die Hälfte aller zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreiteten Tierrassen ausgestorben und damit unwiederbringlich verloren gegangen. Ein Drittel der verbleibenden Rassen ist als stark bestandsgefährdet einzustufen.

Nach Angabe des Fachbeirats Tiergenetische Ressourcen sind in Deutschland von den 74 einheimischen Rassen, die dem Tierzuchtrecht unterliegen, 52 Rassen (von fünf Arten) gefährdet.

Beim Huhn ist eine vollkommene Spezialisierung in Mast- und Legerichtung erfolgt. Insgesamt gibt es in der Geflügelzucht nur noch wenige wirtschaftlich genutzte Zuchtlinien.

Über den aktuellen Gefährdungsstatus der heimischen Nutztierrassen berät regelmäßig der Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen. Auf der Basis der in der Zentralen Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) gespeicherten Daten und Bestandszahlen zu allen Nutztierrassen in Deutschland erfolgt eine Einstufung in die Kategorien:

  • phänotypische Erhaltungspopulation (PERH)
  • Erhaltungspopulation (ERH)
  • Beobachtungspopulation (BEO)
  • nicht gefährdete Population (NG)

 

Gefährdete Rassen in Deutschland (Zusammenfassung)