Internationale Aktivitäten bei tiergenetischen Ressourcen

Die Erhaltung tiergenetischer Ressourcen ist ein globale Aufgabe, die eine umfassende internationale Zusammenarbeit und Koordination erfordert.

Brauner Bulle mit weißem Kopf
Hinterwälder Rind, © BLE

Nicht zuletzt grundlegende politische und rechtliche internationale Vereinbarungen, wie z. B. das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD) unterstreichen die globale Dimension der Thematik.

Die nationalen Aktivitäten stehen folgerichtig auch in engem Zusammenhang mit denen europäischer und weltweiter Organisationen und multilateral abgestimmten Konzepten und Planungen. An dieser Stelle ist die Welternährungsorganisation FAO als internationale und politisch relevante Organisation zu nennen, die dem Thema "genetische Ressourcen" eine Plattform verschafft.

Höhepunkt der Entwicklung ist die Verabschiedung des "Globalen Aktionsplanes" im Jahr 2007 anlässlich der ersten Technischen Konferenz über tiergenetische Ressourcen in Interlaken. Dem Aktionsplan liegt u.a. der Weltzustandsbericht der FAO über den Status der tiergenetischen Ressourcen zugrunde.

Die nationalen Aktivitäten sind international eingebunden. So werden mit der Zentralen Dokumentation tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) seit ihrem Bestehen regelmäßig Daten zu den in Deutschland gezüchteten Nutztierrassen erhoben und internationalen Datenbanken zur Verfügung gestellt. Dazu zählen u.a. die Datenbank der Europäischen Vereinigung für Tierproduktion als auch das Domestic Animal Diversity Information System, das von der FAO geführt wird. Zudem werden die Daten auch für verschiedenste Zwecke der EU bzw. deren administrativen Einheiten zur Verfügung gestellt.

Über die Mitarbeit im European Regional Focal Point (ERFP), dem die von der Welternährungsorganisation benannten Europäischen Nationalen Koordinatoren für tiergenetische Ressourcen angehören, ist eine weitere internationale Anbindung gegeben.

Nicht zuletzt sind jedoch auch die verschiedenen Einheiten und Gremien der FAO selbst zu nennen, in denen Vertreter aus Deutschland mitarbeiten, so. z. B. die Commission on Genetic Resources for Food and Agriculture und die Intergovernmental Technical Working Group on Animal Genetic Resources (ITWG-AnGR).