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Ex-situ-Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen

Ex-situ-Erhaltung ist gemäß dem Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (5. Juni 1992) "die Erhaltung (genetischer Ressourcen) außerhalb ihrer natürlichen Lebensräume." Hier sind generative und vegetative Zellstrukturen, Organe oder Organismen gemeint, z.B. Saatgut, Pollen, Knollen, Ausläufer, Klonpflanzen-Bestände, Stecklinge, Pfropflinge und In-vitro-Kulturen. Zum Teil werden Pflanzenpopulationen ex situ auch als Feldkollektionen (Obstbestände oder Parzellen der Genbanken und Botanischen Gärten) erhalten.

Ex-situ Erhaltungsstruktur von pflanzengenetischen Ressourcen in Deutschland; PGREL = Pflanzengenetische Ressourcen für Landwirtschaft und Ernährung, © BLE

Genbank des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben

Die bundeszentrale Ex-situ-Genbank landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen bildet eine zentrale Abteilung des IPK. Die Aufgaben der Genbank umfassen Sammlung, Ehaltung, Charakterisierung, Evaluierung, Dokumentation und Materialabgabe von pflanzengenetischen Ressourcen.

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Deutsche Genbank Reben

Die Deutsche Genbank Reben (DGR) hat das Ziel, die Sortenvielfalt der Weinrebe in Deutschland in wissenschaftlicher und effizienter Art und Weise langfristig zu erhalten.Der Schwerpunkt der Erhaltung liegt bei deutschen Sorten und Sorten mit soziokulturellem, lokalem oder historischem Bezug zu Deutschland.

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Deutsche Genbank Obst

Um die Erhaltung obstgenetischer Ressourcen in Deutschland langfristig und effizient zu sichern und deren Verfügbarkeit für Forschung, Züchtung sowie obstbauliche und landschaftsgestaltende Zwecke gewährleisten zu können, wurde die Deutsche Genbank Obst (DGO) gegründet.

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Deutsche Genbank Zierpflanzen

Die Deutsche Genbank Zierpflanzen ist ein Genbanknetzwerk, das bisher auf zierpflanzenartenspezifischen Netzwerken basiert. Die Deutsche Genbank Zierpflanzen wurde 2009 mit der Gründung der Deutschen Genbank Rose etabliert, die vom EUROPA-Rosarium der Stadt Sangerhausen koordiniert wird.

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Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft

Für die Ex-situ-Erhaltung von Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) wird derzeit der Aufbau einer Genbank für WEL vom BMELV gefördert. Die Genbank bildet damit, neben der Deutschen Genbank Rhododendron, ein weiteres Beispiel, wie Botanische Gärten in die Erhaltung von pflanzengenetischen Ressourcen landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Arten eingebunden werden können. Das Netzwerk besteht aus vier Botanischen Gärten und wird durch den Botanischen Garten Osnabrück koordiniert.

 

Genbank Tabak am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ)

Die Sammlung des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums, Bereich Tabak, in Forchheim umfasst derzeit ca. 750 Tabak-Akzessionen (Nicotiana spec.). Neben Land- und Zuchtsorten, die zu den fünf bedeutendsten Sortengruppen von Nicotiana tabacum L. gehören, beinhaltet die Sammlung 20 Muster von N. rustica L. und 50 der insgesamt 76 bekannten Wildpopulationen. Die Akzessionen der Genbank werden unter anderem für das Züchtungsprogramm des Zentrums verwendet, z. B. für die Schwerpunkte Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten sowie geringe Schadstoffgehalte (Nikotin und Kondensat).

 

Spezial- und weitere Sammlungen

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Hopfenforschungszentrum Hüll, erhält in Zuchtgärten derzeit ca. 150 Sorten, etwa 20.000 Zuchtstämme und 200 Wildhopfen-Akzessionen (Humulus lupulus L.).