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ABS

Was ist ABS?

ABS steht für Access and Benefit Sharing. Mit Access ist Zugang zu genetischen Ressourcen gemeint, Benefit-Sharing steht für eine gerechte Aufteilung der Vorteile, die sich aus deren Nutzung ergeben. Das heißt, dass jeder Staat bestimmen kann, ob und zu welchen Bedingungen er Zugang zu seinen genetischen Ressourcen erlaubt.

Die biologische Vielfalt und somit auch die vom Menschen nutzbaren genetischen Ressourcen von Pflanzen, Tieren und anderen Lebewesen sind über Jahrtausende als das gemeinsame Erbe der Menschheit betrachtet worden. Mit Verabschiedung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) 1992 bekräftigte die internationale Staatengemeinschaft das souveräne Recht der Staaten über ihre biologischen Ressourcen. In Artikel 15 der CBD wurde das Prinzip ABS verankert.

Die wichtigsten ABS Abkommen

Nach dem Inkrafttreten der CBD wurde ABS durch weitere internationale Abkommen spezifiziert. Die 2002 von den CBD-Vertragsstaaten verabschiedeten „Bonner Leitlinien“ geben den Vertragsstaaten rechtlich nicht verbindliche Hilfestellung zur Umsetzung von ABS.

Seit 2014 gilt das Nagoya-Protokoll über ABS, das einen rechtsverbindlichen Rahmen zur Umsetzung von Artikel 15 der CBD vorgibt. Es regelt ABS sowohl für genetische Ressourcen als auch für das damit verbundene traditionelle Wissen. Darüber hinaus führt es verbindliche Regelungen zur Einhaltung (Compliance) ein.

Der seit 2004 gültige Internationale Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft regelt für die wichtigsten Nahrungspflanzen ABS für die Pflanzenzüchtung in einem multilateralen System (ABS im Internationalen Saatgutvertrag).