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Projekte

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UnterstĂŒtzung beim Wiederaufbau von Saatgutsystemen in Simbabwe, Mosambik und Malawi nach dem Zyklon Idai

Im MĂ€rz 2019 richtete der tropische Wirbelsturm Idai große SchĂ€den in den sĂŒdostafrikanischen LĂ€ndern Simbabwe, Mosambik und Malawi an. Die Zerstörung betrifft unter anderem die landwirtschaftliche Produktion und geht mit dem Verlust wichtiger Nutzpflanzenarten einher. Die Folgen sind mangelnde VerfĂŒgbarkeit und Erschwinglichkeit von Nahrungsmitteln fĂŒr die Bevölkerung. Mit dem Ziel, die sofortige und langfristige Nahrungsmittel- und ErnĂ€hrungssicherheit in den betroffenen Regionen zu verbessern, soll die nationale und regionale Koordination unterstĂŒtzt und das Ausmaß des Verlusts von pflanzengenetischen Ressourcen festgestellt werden. Darauf aufbauend werden Strategien zur Wiederherstellung von Saatgutreserven und dem Wiederaufbau lokaler Saatgutsysteme entwickelt. Zudem soll der KapazitĂ€tsaufbau im Rahmen des Internationalen Saatgutvertrags (ITPGRFA, Internationaler Vertrag ĂŒber pflanzengenetische Ressourcen fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft) gestĂ€rkt werden und durch gezielte KommunikationsaktivitĂ€ten das Bewusstsein fĂŒr die spezielle Rolle von pflanzengenetischen Ressourcen in den ProjektlĂ€ndern gestĂ€rkt werden.

Projektlaufzeit: 15.09.2019 – 29.02.2020

Globale Strategien zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt

Globale Strategien zur Erhaltung der genetischen Vielfalt von Nutzpflanzen spielen eine wichtige Rolle fĂŒr den Austausch zwischen nationalen und internationalen Genbanken, fĂŒr die Weiterentwicklung des globalen Systems der Ex-situ-Erhaltung und fĂŒr das multilaterale System des Internationalen Saatgutvertrags.
Der Global Crop Diversity Trust (Crop Trust) dient als ein wesentliches Organ der Umsetzung des Internationalen Saatgutvertrags. Er entwickelt Erhaltungsstrategien unter anderem durch die Beschreibung des Erhaltungszustands von Sammlungen und die Identifizierung von erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt der ĂŒber diese Sammlungen erfassten Nutzpflanzenvielfalt. FĂŒr 26 Arten und Artengruppen wurden bereits solche Erhaltungsstrategien erarbeitet. Derzeit bedarf es sowohl einer Überarbeitung als auch einer Erweiterung der bestehenden Strategien um weitere Nutzpflanzenarten bzw. -gruppen. Ziel des Projektes ist es daher, Erhaltungsstrategien zu aktualisieren und um zusĂ€tzliche Strategien zu ergĂ€nzen sowie einen Leitfaden fĂŒr ein dynamisches globales System der Ex-Situ-Erhaltung zu entwickeln. Ein weiterer Aspekt des Projekts ist die StĂ€rkung der Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen auf regionaler und globaler Ebene in wissenschaftlichen und technischen Fragen. Damit soll es maßgeblich zur Erhaltung und zur Förderung der biologischen Vielfalt und der WelternĂ€hrung beitragen.

Projektlaufzeit: 15.07.2019 – 14.07.2022
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Umsetzung des europĂ€ischen Evaluierungsnetzwerkes EVA fĂŒr Weizen, Gerste und GemĂŒse (Karotten, Salat, Paprika)

Das Projekt ist eingebettet in das EuropĂ€ische Kooperationsprogramm fĂŒr pflanzengenetische Ressourcen (ECPGR). Ziel des ECPGR ist es, die langfristige Erhaltung und nachhaltige Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft (PGRFA) in Europa zu sichern. Um genetische Ressourcen von Kulturpflanzen gezielt nutzen zu können und um eine zĂŒchterische Verbesserung zu erreichen, ist deren Charakterisierung und Evaluierung notwendig. Ziel dieses Projekts ist es daher, Daten fĂŒr die ZĂŒchtungsforschung zu gewinnen und in einem Evaluierungsnetzwerk zur VerfĂŒgung zu stellen.
Die Basis fĂŒr Förderung dieses Projekt wurde in zwei VorgĂ€ngerprojekte gelegt. ZunĂ€chst wurden Handlungsoptionen fĂŒr ein Evaluationsprogramm und dessen Umsetzung erarbeitet. Darauf aufbauend wurde 2018 das EuropĂ€ische Evaluierungsnetzwerk EVA gegrĂŒndet, das Informationen fĂŒr eine zielgerichtete und effiziente Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen bereitstellen soll. Die Rahmenbedingungen fĂŒr die Umsetzung und Implementierung von EVA wurde am Beispiel der Modellarten Weizen/Gerste sowie fĂŒr eine GemĂŒseart konkretisiert.  Mit dem hier vorliegenden Projekt soll nun die Implementierung von EVA fĂŒr Weizen und Gerste sowie fĂŒr GemĂŒse anhand der Arten Paprika, Karotten und Salat vollzogen werden. Dazu gehört die Vermehrung und Verteilung, die phĂ€notypische und genotypische Untersuchung, sowie die Erweiterung der Datenbank EURISCO (European Search Catalogue) zur Aufnahme der EVA-Daten.
EVA wird zukĂŒnftig als europĂ€isches Evaluierungsnetzwerk nutzerorientiert Informationen und Material bereitstellen und die Anzahl der AEGIS-Akzessionen deutlich erhöhen (AEGIS ist eine virtuelle europĂ€ische Genbank, die zum Ziel hat genetisch einzigartige und wichtige Akzessionen zu erhalten und Forschung und ZĂŒchtung zur VerfĂŒgung zu stellen). In der Folge wird so langfristig die zielgerichtete und effizientere Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen gefördert.

Projektlaufzeit: 01.07.-30.06.2022
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GLIS – das Globale Informationssystem fĂŒr pflanzengenetische Ressourcen

Die Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft (PGRFA) und der Aufbau einer entsprechenden weltweiten Erhaltungsarchitektur sind von großer Bedeutung fĂŒr die ErnĂ€hrungssicherung und die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Die Weltgemeinschaft hat daher ein zentrales Instrument beschlossen, um diese Ressourcen zu erhalten, deren nachhaltige Nutzung zu fördern und sowohl den Zugang zu den Ressourcen zu sichern als auch einen gerechten Vorteilsausgleich zu gewĂ€hrleisten: im Juli 2004 trat der Internationale Saatgutvertrag (ITPGRFA, Internationaler Vertrag ĂŒber pflanzengenetische Ressourcen fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft) in Kraft.
Artikel 17 des Internationalen Saatgutvertrages sieht vor, dass ein globales Informationssystem zur Erleichterung des Austauschs ĂŒber PGRFA und zur StĂ€rkung der internationalen Zusammenarbeit entwickelt wird. Das Projekt GLIS dient der Einrichtung eines solchen globalen Informationssystems.
Inhalt bzw. Ziel des Projektes GLIS ist die Erarbeitung einer Suchmaschine fĂŒr pflanzengenetische Ressourcen fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft (PGRFA), die es ermöglicht, in globalen Datenbanken nach Informationen zu pflanzengenetischen Ressourcen zu suchen. Durch den globalen Zugang zu Informationen und Wissen ĂŒber PGRFA sollen Erhaltung, Management und Nutzung von PGRFA gestĂ€rkt werden. Es wird eine IT- Infrastruktur aufgebaut und Standards zur Identifizierung und Dokumentation von PGRFA entwickelt. Sogenannte Digital Object Identifiers (DOIs) sollen helfen, Proben pflanzengenetischer Ressourcen eindeutig zu identifizieren. Das Informationssystem erlaubt darĂŒber die Suche nach Charakteristika wie beispielsweise Trockentoleranz. So wird es Nutzern weltweit erleichtert, Forschungsergebnisse verschiedener Institutionen zu verknĂŒpfen und Erkenntnisse zu gleichem genetischen Material auszutauschen.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2019
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APFORGIS - Erhaltung wichtiger einheimischer Baumarten in Asien

Das EuropĂ€ische Programm fĂŒr Forstliche Genetische Ressourcen (EUFORGEN) stellt mit Hilfe eines Geoinformationssystems (EUFGIS) Informationen ĂŒber Generhaltungseinheiten (GCU=Genetic Conservation Units) bereit und dokumentiert so die ErhaltungsaktivitĂ€ten zu forstgenetischen Ressourcen in Europa. Auf Basis dieser Informationen können LĂŒcken in den ErhaltungsbemĂŒhungen innerhalb von Verbreitungsgebieten identifiziert und Erhaltungsstrategien entwickelt werden.
Darauf aufbauend hat sich 2003 in der asiatisch-pazifischen Region das Netzwerk APFORGEN gegrĂŒndet. Mit Hilfe des vorliegenden Projekts soll die Etablierung von Generhaltungseinheiten in der asiatisch-pazifischen Region initiiert werden, um die WissenslĂŒcken ĂŒber das Vorkommen und die genetische Ausstattung von wichtigen asiatischen Baumarten zu schließen. FĂŒr mindestens 50 sozioökonomisch wichtige Arten sollen Verbreitungskarten entwickelt werden, die Informationen ĂŒber KlimaĂ€nderungen, LandnutzungsĂ€nderungen und andere Bedrohungen erhalten, um eine rĂ€umliche Festlegung der ErhaltungsprioritĂ€ten zu ermöglichen. Zudem werden mit Hilfe von drei Workshops Minimumkriterien fĂŒr Generhaltungseinheiten (CGUs) sowie ein Handlungsleitfaden zur Etablierung eines Netzwerks dieser GCUs erarbeitet. Um die Erhaltung forstgenetischer Ressourcen auf regionaler Ebene umzusetzen, die Anwendung des Handlungsleitfadens in drei LĂ€ndern der Region in einem Pilotprojekt getestet werden. Diese Vorgehensweise soll die Akzeptanz zur Nutzung des Handlungsleitfadens stĂ€rken sowie die Umsetzung in den 15 MitgliedslĂ€ndern von APFORGEN initiieren und fördern.

Projektlaufzeit: 01.12.2017- 30.11.2019
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