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Internationales

Weltzustandsbericht zur Biodiversität für Ernährung und Landwirtschaft

Ausschnitt der Titelseite des Weltzustandsberichts

Der erste Weltzustandsbericht zur Biodiversität in Landwirtschaft und Ernährung ist ein Meilenstein der Arbeit der Welternährungsorganisation (FAO) zu biologischer Vielfalt. Zum ersten Mal bekennt sich der landwirtschaftliche Sektor weltzweit zu seiner Verantwortung bei der Erhaltung biologischer Vielfalt.    
Der Bericht ist das Ergebnis eines globalen, partizipativen Prozesses und wurde am 22. Februar 2019 auf der 17. Sitzung der FAO-Kommission für Genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht.

Neben dem Stand der biologischen Vielfalt der pflanzen-, tier-, forst- und aquatisch genetischen Ressourcen beschreibt er erstmalig auch die Diversität der landwirtschaftlichen Produktionssysteme. Er identifiziert wichtige Treiber für positive und negative Trends in der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt. Der Wandel in der Landnutzung, Intensivierung der Produktionsweisen und ein veränderter Wasserverbrauch wurden als größte Einflussfaktoren auf den Rückgang der biologischen Vielfalt in Landwirtschaft und Ernährung identifiziert.

Nachhaltigere, widerstandsfähigere Ernährungssysteme sind gefragt

Die biologische Vielfalt in Landwirtschaft und Ernährung ist die Grundlage unserer Lebensmittel. Die Erstellung dieses globalen und partizipativen Berichts, die über fünf Jahre verlief, involvierte über 175 Autoren und Gutachter, die ihre Analyse auf 91 Länderberichte stützen. Am gesamten Prozess waren über 1.300 Mitwirkende weltweit beteiligt.

Hier   finden Sie den Gesamtbericht auf der Internetseite der FAO-Kommission.
Den Beitrag Deutschlands (Country Report Germany) können Sie hier als PDF herunterladen.

Die FAO-Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft

Das zentrale internationale Koordinations- und Verhandlungsgremium für die biologische Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft ist die Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA) der Welternährungsorganisation FAO. Im Jahr 1983 für die Koordinierung bei pflanzengenetischen Ressourcen gegründet, ist die Kommission seit 1995 für die genetischen Ressourcen der Nutzpflanzen, Nutztiere, Forstpflanzen, aquatischen genetischen Ressourcen, Mikroorganismen und wirbellosen Tiere zuständig. Wichtige übergreifende Themen sind der Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteilsausgleich, Biotechnologie zur Erhaltung und Nutzung der genetischen Ressourcen, Monitoring und Indikatoren sowie ökosystemare Ansätze.

In ihrem mehrjährigen Arbeitsprogramm zur biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft (MYPOW) hat die CGRFA Ziele und Meilensteine festgelegt. Das BMEL beteiligt sich an der Durchführung des MYPOW mit verschiedenen Projekten.

Die 178 Mitgliedsstaaten der CGRFA treffen sich alle 2 Jahre zur Plenumssitzung, um die weltweiten Aktivitäten zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Biodiversität und genetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft abzustimmen. Gleichzeitig berät die CGRFA andere FAO-Organe zu diesen Fragen und koordiniert sich mit anderen internationalen Gremien für Biodiversität, wie dem Internationalen Saatgutvertrag und dem Übereinkommen über die Biologische Vielfalt.
Die Kommission hat 4 zwischenstaatliche technische Arbeitsgruppen (Intergovernmental technical working group - ITWG)

  • zu pflanzengenetischen Ressourcen (ITWG-PGR)
  • tiergenetischen Ressourcen (ITWG-AnGR)
  • forstgenetischen Ressourcen (ITWG-FGR)
  • aquatischen genetischen Ressourcen (ITWG-AqGR)

sowie eine

  • Expertengruppe zum Thema Zugang zu genetischen Ressourcen und Vorteilsausgleich (Ad hoc Technical Expert group on Access and Benefit Sharing ABS)

die alternierend zum Plenum alle 2 Jahre zusammenkommen.