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Internationales

Das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD)

Die CBD (engl. Convention on Biological Diversity) wurde 1992 verabschiedet. Sie gehört zu den Umweltabkommen, die auf dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro zur Unterschrift standen. Sie verbindet das Ziel der Erhaltung der biologischen Vielfalt mit denen der nachhaltigen Nutzung und der Aufteilung der aus der Nutzung resultierenden Vorteile (siehe auch Genres-Angebot zu ABS).

Eines der thematischen Arbeitsprogramme der CBD ist die Agrobiodiversität. Innerhalb dieses Programms gibt es für Landwirtschaft und Ernährung wichtige themenübergreifende Initiativen, u.a. zur Vielfalt der Bestäuber, der Vielfalt im Boden und für die Ernährung. Für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Pflanzenvielfalt wurde 2002 die "Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen" (GSPC) verabschiedet, die erstmalig quantitative Zielvorgaben für 16 Einzelziele enthielt. Die GSPC wurde 2010 aktualisiert.

Um den fortschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, beschlossen die Vertragsstaaten der CBD im Jahr 2010 den "Strategischen Plan für Biodiversität 2011-2020". Er definiert 20 konkrete Handlungsziele, die sogenannten Aichi-Biodiversitätsziele.

Wichtige Aichi-Biodiversitätsziele mit Bezug zu Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft

Kernziel 5 "Bis 2020 ist die Verlustrate aller natürlichen Lebensräume einschließlich Wäldern mindestens um die Hälfte und, soweit möglich, auf nahe Null reduziert und die Verschlechterung und Fragmentierung erheblich verringert."

Kernziel 6 "Bis 2020 sind alle Fisch- und Wirbellosenbestände und Wasserpflanzen nachhaltig, ordnungsgemäß und auf der Grundlage ökosystemarer Ansätze bewirtschaftet und genutzt, sodass eine Überfischung vermieden wird, und sind für alle dezimierten Arten Erholungspläne und ‑maßnahmen vorhanden, keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf bedrohte Arten und empfindliche Ökosysteme durch die Fischerei gegeben und die Auswirkungen der Fischerei auf Bestände, Arten und Ökosysteme auf ein ökologisch vertretbares Maß beschränkt."

Kernziel 7 "Bis 2020 sind alle für die Landwirtschaft, Aquakultur und Forstwirtschaft genutzte Flächen unter Gewährleistung des Schutzes der biologischen Vielfalt nachhaltig bewirtschaftet."

Kernziel 13 "Bis 2020 ist die genetische Vielfalt der Nutzpflanzen und der landwirtschaftlichen Nutztiere und ihrer verwandten Wildarten, einschließlich anderer sozioökonomisch sowie kulturell wertvoller Arten, gesichert und sind Strategien zur größtmöglichen Begrenzung der genetischen Verarmung und zur Bewahrung der genetischen Vielfalt entwickelt und umgesetzt worden.“