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28.11.2019Fisch des Jahres 2020: Die Nase (Chondrostoma nasus)

Die Nase wird Fisch des Jahres 2020. Mit der Wahl dieser in Deutschland regional stark gefährdeten und lokal bereits verschwundenen Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) in diesem Jahr auf eine wenig bekannte Fischart aufmerksam. Mit der Auszeichnung zum „Fisch des Jahres“ wird auf Gefährdungsursachen für die zum Fisch des Jahres nominierten Spezies hingewiesen.

Bildquelle: F. Hamm

Die Nase, die ihren Namen der wulstartig verdickten Schnauzenspitze verdankt, gehört zur Familie der Karpfenfische. Ihr Lebensraum sind strukturreiche Flüsse der Barben- und Äschenregion mit kiesigen und steinigen Sohlsubstraten. Mit ihrer scharfkantigen Lippe weidet die Nase Algen von Hartsubstraten ab, von denen sie sich vorwiegend ernährt. Zur Fortpflanzung führt die Nase stromaufwärtsgerichtete Laichwanderungen zu ihren Laichplätzen in den Flussoberläufen durch. Die Vorkommen der einst weit verbreiteten und in riesigen Schwärmen auftretenden Nase, sind heute stark geschrumpft. Ursache für die Bestandseinbrüche waren bis in die 80’iger Jahre des vorigen Jahrhunderts hohe Schad- und Nährstoffbelastungen. Bis in die heutige Zeit beeinträchtigen der naturferne Ausbau der Flüsse, sowie deren Verbau mit Wanderhindernissen die Lebensräume der Nase. Darüber hinaus leiden viele Nasenbeständen, unter einem sehr hohen Fraßdruck durch den Kormoran. Ein vom BMEL gefördertes Modell- und Demonstrationsvorhaben hat gezeigt, dass die Nase in der Lage ist, durch ihre Fraßaktivität die Algenbiomasse in Flüssen stark zu verringern und so die biologische Wassergüte zu verbessern.

Weitere Informationen zum Fisch des Jahres 2020 finden Sie unter diesem Link.