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Am 26. April ist der „Tag der Birne“

Nachricht vom:

Zu Ehren der Birne wird jährlich am vierten Sonntag im April der „Tag der Birne“ gefeiert. Passend dazu befinden sich die Birnbäume gerade in voller Blüte. Mit ihren leuchtend weißen Kronblättern und ihrem eigenwilligen Duft locken sie eine ganze Schar von Blütenbesuchern an und wecken die Vorfreude auf die Birnenzeit.

Beschreibung des Bildelements: Ulmer Butterbirne; ©: JKI

Käfer, Wildbienen und vor allem Schwebfliegen tummeln sich an den weißen Blüten, und sorgen für die Bestäubung. Für unsere Nase ist der Duft jedoch mitunter etwas unangenehm: manche Menschen nehmen den Geruch als leicht fischartig riechend wahr. Lieber erfreuen wir uns an dem schönen Kontrast, den die dunkelroten Staubbeutel vor den leuchtend weißen Blüten bilden.
Die Birne zählt zu den Rosengewächsen, weltweit gibt es ca. 28 Arten. In Europa am bekanntesten sind die für die Obstproduktion wichtige Kultur-Birne Pyrus communis und  die zu den seltenen Baumarten zählende Wild-Birne Pyrus pyraster.
Die Anzahl der verschiedenen Sorten wird weltweit sogar auf etwa 5000 geschätzt. Alte Birnensorten findet man hierzulande besonders auf alten Streuobstwiesen. Dennoch befinden sich 98 Sorten auf der Roten Liste der gefährdeten, einheimischen Nutzpflanzen, z.B. die auf dem Foto abgebildete Ulmer Butterbirne. Ihr Geschmack ist süß und leicht würzig, damit eignet sie sich besonders zum Dörren. Um ihre Erhaltung bemüht sich die Deutsche Genbank Obst, die sich um die Sicherung der genetischen Vielfalt der einheimischen Obstsorten bemüht.

Tafelbirne oder Kochbirne?
Als Kochbirnen werden übrigens verschiedene kleine grüne, spät gelb werdende Birnensorten bezeichnet, die aufgrund ihrer Festigkeit und des würzig bis leicht süßen Geschmacks erst durch Kochen oder Backen für den Verzehr geeignet sind. Ihnen fehlt die Süße und Saftigkeit der fast gehäusefreien Tafelbirnen.
Viele dieser meist alten Birnensorten sind in Vergessenheit geraten und heute selten, aber es lohnt sich sie wiederzuentdecken! Zum Beispiel als leckeren Kompott, Kuchen oder herzhaft in der norddeutschen Spezialität „Birnen, Bohnen und Speck“. Vielleicht entdecken Sie im Laden die Wein-Bergamott-Birne, die Griese Bern oder andere Kochbirnensorten!

Weiterführende Informationen:
Rote Liste der Birnen in der PGRDEU
https://www.deutsche-genbank-obst.de/site/index