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Heute ist Weltbienentag

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Alle Menschen lieben Bienen und wollen sie retten. Dabei sind nicht alle Bienen gleichermaßen gefährdet.

Quelle: getty images, kruwt

Für Honigbienen sorgen die Imkerinnen und Imker sehr aufmerksam und versuchen ihre Beuten möglichst genau inmitten einer guten Futterquelle aufzustellen, zum Beispiel am Rand eines Rapsfeldes oder in die Nähe von blühenden Akazienbäumen. Wenn der Honig geerntet wird, kriegen die Honigbienen im Gegenzug eine Zuckerlösung, damit das Volk gut über den Winter kommt. Sind sie krank, werden sie behandelt.

Im Gegensatz dazu sind die Wildbienen im wahrsten Sinne des Wortes auf sich allein gestellt. Die meisten der über 500 verschiedenen Wildbienenarten leben solitär, das heißt sie bilden keinen Staat. Die Mehrzahl der Wildbienen können die Bienenhotels, die man mittlerweile überall sieht, gar nicht nutzen, weil sie ihre Nester im Boden anlegen. Sie brauchen dazu offene Bodenstellen, die man auch nicht so häufig antrifft.

Aber neben Logis brauchen die Wildbienen auch Kost und dafür sind die vielen Blüten in Stadt und Land gut. Alle Bienen sind Vegetarier, sie ernähren sich von Pollen und Nektar. Mit blühenden Pflanzen auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten kann man zur Bienenfütterung beitragen. Die Blüten der Pflanzen unterscheiden sich sehr in der Menge von Pollen und Nektar, den sie anbieten. Beispielsweise bieten Blüten von Schnittlauch und Thymian viel Nektar und eher wenig Pollen, wohingegen es sich bei Königskerze und Brombeere umgekehrt verhält. Gefüllte Blüten wie Geranien oder Forsythien bieten meistens kein Futter für Bienen.

Wild- und Honigbienen konkurrieren normalerweise nicht um Nahrung. Sie unterscheiden sich häufig in ihrer Flugzeit, beispielsweise fliegen Hummeln viel früher im Jahr als Honigbienen. Sie haben auch andere Futtervorlieben und teilweise ganz andere Reichweiten. Manche Wildbienen haben sich völlig angepasst an eine einzige Pflanzenart, z. B. die Weibchen der Scherenbienen sind auf Glockenblumen spezialisiert. Die Männchen trinken auch manchmal Nektar von Storchschnabel.

Von einer Verbesserung der Situation von Bienen profitieren alle Insekten und eine Vielzahl von anderen Tieren.

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