Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

Am 23. Mai 2026 war der Internationale Tag der Wanderfische

Zum Internationalen Tag der Wanderfische warnen Forschende weltweit vor dem dramatischen Rückgang wandernder Süßwasserfische: Ihre Bestände sind in den vergangenen 50 Jahren weltweit um rund 80 Prozent eingebrochen.

By Steffen Löwe - Own work, CC BY-SA 4.0,

Hauptursachen sind Flussverbauungen durch Wehre und Wasserkraftwerke sowie unzureichend geschützte Gewässerlebensräume. Weltweit sind etwa 15.000 Fischarten auf freie Wanderwege angewiesen, um Laich- und Aufwuchsgebiete zu erreichen. Besonders betroffen sind artenreiche Flusssysteme wie Amazonas, Mekong oder Kongo.

Studien zeigen, dass Wasserkraftanlagen die ökologische Durchgängigkeit von Flüssen massiv beeinträchtigen. Viele Fische sterben beim Passieren von Turbinen, Fischaufstiegsanlagen gelten oft als wenig wirksam. Gleichzeitig sind Schutzgebiete häufig nicht auf die Bedürfnisse aquatischer Arten ausgelegt, da sie ursprünglich zum Schutz von Landökosystemen eingerichtet wurden. Forschende fordern deshalb einen ganzheitlichen Schutz ganzer Flusseinzugsgebiete sowie stärkere internationale Maßnahmen zum Erhalt frei fließender Flüsse und wandernder Fischarten.

Näheres zu dem Thema erfahren Sie über folgende News des Leibniz Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei: https://www.igb-berlin.de/news/wanderfische-kaum-bewegungsspielraum