Laut dem neuen SOFIA spielen Fisch und andere aquatische Lebensmittel eine immer wichtigere Rolle für die Ernährungssicherheit von großen Teilen der Weltbevölkerung. Die weltweite Fischerei und Aquakultur haben demnach einen neuen Höchststand erreicht. Die weltweite Produktion von Fischen, Muscheln, Krebstieren und anderen aquatische Tieren erreichte im Jahr 2024 mit rund 235 Millionen Tonnen einen Rekord. Mit 142 Millionen Tonnen erzielte die Aquakultur einen neuen Höchstwert und ist damit der wichtigste Treiber des Produktionswachstums. Die Wildfänge in der Fangfischerei stagnieren dagegen seit Jahrzehnten. Der Anteil biologisch nachhaltig bewirtschafteter Meeresfischbestände sank von 64,5 Prozent im Jahr 2021 auf 62,4 Prozent im Jahr 2023. Besonders kritisch ist der Zustand im östlichen Zentralatlantik sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer, wo weniger als die Hälfte der Bestände als nachhaltig bewirtschaftet eingestuft wird. Besonders hohe Nachhaltigkeitswerte verzeichnet hingegen die Fischerei in Teilen des Pazifiks sowie in antarktischen Gewässern.
Im Jahr 2023 deckten tierische Lebensmittel aus aquatischen Organismen den Bedarf von über 40 Prozent der Weltbevölkerung mit mindestens 20 Prozent tierischem Eiweiß, was ihre Bedeutung für die Ernährungssicherheit unterstreicht.
Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zum SOFIA 2026: https://www.fao.org/publications/fao-flagship-publications/the-state-of-world-fisheries-and-aquaculture/en