Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Aktualisierung des zweiten Globalen Aktionsplans für pflanzengenetische Ressourcen (PGR) und des entsprechenden Berichtsformats, ebenso wie eine Studie zu Auswirkungen von Saatgutpolitiken, Gesetzen und Vorschriften auf die Möglichkeiten der Landwirte, Zugang zu vielfältigen, lokal angepassten Sorten und Landrassen zu erhalten und diese zu nutzen.Die Arbeitsgruppe würdigte die bisherigen Fortschritte bei der Umsetzung des Globalen Aktionsplans und sprach sich für eine Fortführung der Unterstützung der Arbeit der FAO in diesem Bereich aus.
Bezüglich der Überarbeitung des zweiten Globalen Aktionsplans für pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft einigte sich die Arbeitsgruppe auf einen Prozess zur Fertigstellung des Dokuments und ersuchte das Sekretariat, eine prägnante Zusammenfassung des überarbeiteten Entwurfs für politische Entscheidungsträger zu erstellen. Beide Dokumente sollen der Kommission auf ihrer einundzwanzigsten Tagung im April 2027 zur Prüfung vorgelegt werden soll.
Ein ganz zentraler Punkt der Sitzung war die Vereinfachung des Berichtsformats zum Monitoring der Umsetzung des Globalen Aktionsplans und die Prüfung des Verfahrens zu seiner Überarbeitung und Vereinfachung. Die Arbeitsgruppe empfahl, das Berichtsformat in einer Weise zu vereinfachen, die eine aussagekräftiges Monitoring ermöglicht und gleichzeitig den Berichtsaufwand für die Länder so gering wie möglich hält. Es sollte praxisnahe und umsetzbare Indikatoren verwenden, und sich, soweit möglich, auf bereits von den Ländern erhobene Daten stützen. Ferner empfahl sie eine Harmonisierung mit bestehenden Berichtsverfahren, einschließlich derjenigen im Rahmen des Plant Treaty. Das Ziel der weiteren Überarbeitung und Vereinfachung ist, einen konkreten Vorschlag für ein vereinfachtes Berichtsformat auszuarbeiten, der auf der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe geprüft werden soll. Erste konkrete Vorschläge zur weiteren Berücksichtigung machte die Arbeitsgruppe bereits in einem Workshop während der Sitzung.
Die Arbeitsgruppe befasste sich außerdem mit der Studie „Auswirkungen von Saatgutpolitiken, Gesetzen und Vorschriften auf die Möglichkeiten der Landwirte, Zugang zu vielfältigen, lokal angepassten Sorten und Landrassen zu erhalten und diese zu nutzen“. Sie forderte die Mitglieder der Kommission und die Beobachter auf, den Entwurf der Studie bis zum 15. September 2026 zu prüfen und zu kommentieren, und bat darum, die Studie zur Information der Kommission auf ihrer einundzwanzigsten Sitzung fertigzustellen. Sie empfahl zudem der Kommission, die Arbeiten zu den Auswirkungen von Saatgutpolitiken, Gesetzen und Vorschriften fortzusetzen, und vor dem Hintergrund der Ergebnisse dieser Arbeiten zu prüfen, ob freiwillige und kontextspezifische Leitlinien, Instrumente oder Methoden entwickelt werden sollten, die die Mitglieder dabei unterstützen könnten, ihre Saatgutpolitik, Gesetze und Vorschriften zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Auch der Zusammenhang zwischen Klimawandel und PGR wurde diskutiert. Die Arbeitsgruppe empfahl, dass das Sekretariat einen begrenzten Katalog sektorspezifischer klimarelevanter Fragen vorschlägt, den die Arbeitsgruppe auf ihrer nächsten Sitzung bzgl. einer evtl. Integration in die nationale PGR-Berichterstattung prüft. Zu den Leitlinien zur Einbeziehung genetischer Vielfalt in nationale Klimaanpassungsstrategien empfahl sie eine gezielte partielle Aktualisierung.
Die Ergebnisse der Sitzung werden der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA) zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
Die in der Sitzung bearbeiteten Dokumente und der Gesamtbericht (wenn fertiggestellt) können Sie auf folgender Seite einsehen: https://www.fao.org/agriculture/crops/core-themes/theme/seeds-pgr/itwg/13th/en/