Das Angler Sattelschwein ist eine einheimische und vom Aussterben bedrohte Schweinerasse, die ursprünglich aus Schleswig-Holstein stammt. Die Bestände der Rasse sinken aufgrund der hohen Konkurrenz zu effizienteren Schweinerassen und -linien zunehmend. Die Rasse wurde nahezu vollständig aus der erwerbsmäßigen Landwirtschaft verdrängt. Dabei bietet sie besonders für ökologische und extensive Haltungssysteme eine wertvolle Grundlage. Die Tiere gelten als sehr robust und mütterlich und sind für ihre gute Raufutterverwertung bekannt. Doch wie lässt sich das Potenzial des Angler Sattelschweins langfristig sichern und in nachhaltige Zuchtstrategien umsetzen? Im Rahmen des PERSA-Projektes wurden diese Fragen in den letzten drei Jahren untersucht.
Im Projekt wurde die genetische Diversität und das Leistungspotenzial des Angler Sattelschweins umfassend untersucht. Dabei standen vor allem die Eignung der Rasse für extensive Haltungssysteme sowie deren Fähigkeit zur effizienten Nutzung regionaler Raufuttermittel im Fokus. Die Ergebnisse zeigen, dass das Angler Sattelschwein trotz seiner geringeren Mastleistung im Vergleich zu modernen Rassen viel Potenzial für nachhaltige und tiergerechte Schweinehaltung bietet.
Besondere Beachtung fand die hervorragende Fleischqualität der Tiere, die sich in einem hohen Anteil an intramuskulärem Fett widerspiegelt und gute Voraussetzungen für eine Vermarktung in der Direktverarbeitung schafft. Ergänzt wurden die wissenschaftlichen Untersuchungen durch praktische Empfehlungen zu Zucht, Fütterung und Vermarktung, die zur Stabilisierung und zum Erhalt der Rasse beitragen sollen.
Nähere Informationen zu dem Projekt können Sie dem Abschlussbericht entnehmen.
Die Bestandsentwicklungen sowie Informationen über die Gefährdung des Angler Sattelschweins können Sie hier einsehen. Weitere Informationen zu einheimischen Nutztierrassen finden Sie hier.