Ein brandneues EIP-Projektvorhaben in Niederbayern und der Oberpfalz rückt die Arzneipflanze Arnica montana in den Vordergrund. Die Blüten erfahren momentan einen Preisanstieg – und das macht ihren Anbau zunehmend attraktiv. Während das Sammeln in freier Wildbahn bislang die günstigere Methode war, lohnt sich der gezielte Anbau von Arnika jetzt mehr denn je. Das eröffnet für LandwirtInnen in der Region völlig neue Möglichkeiten der Wertschöpfung.
Doch so vielversprechend der Arnikaanbau auch klingt – für viele Betriebe fehlt es an den notwendigen Strukturen und Kenntnissen. Genau hier setzt das neue Anbauernetzwerk an, das im Rahmen des Projekts entstehen soll. Landwirte, die sich dem Netzwerk anschließen, profitieren von Abnahmegarantien zu festgelegten Preisen, erhalten umfassende Anbauexpertise und können sich mit anderen LandwirtInnen und ExpertInnen austauschen. Zusätzlich werden wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie Maschinen und Trocknungsanlagen organisiert, die für eine effiziente Produktion notwendig sind.
Wertschöpfung kann so durch den Einstieg in den Arnikaanbau und weiteren Sonderkulturen generiert werden. Zudem gibt es in Bayern eine Reihe von Extraktionsfirmen, die auf eine regelmäßige und verlässliche Lieferung hochwertiger Arnika-Blütendrogen angewiesen sind und daher stark von diesem Netzwerk profitieren würden.
Gefördert wird das zukunftsweisende Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Die Ergebnisse sowie ein Abschlussbericht werden nach Ablauf des Projektes hier veröffentlicht.
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