Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

Aufbau eines weltweit sichtbaren Arnika-Anbauernetzwerkes und weitere EIP-Projekte

Die Europäischen Innovations-Partnerschaften für Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri) setzen auf kreative Lösungen, um die Landwirtschaft nachhaltiger und zugleich produktiver zu gestalten. Mit einem klaren Ziel vor Augen: den Ressourcenverbrauch zu senken und Innovationen in die Praxis umzusetzen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im sogenannten Bottom-up-Ansatz, bei dem die praktischen Herausforderungen der Landwirtschaft gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Beratung, Unternehmen und Verbänden bearbeitet werden. Dabei stehen sogenannte Operationelle Gruppen (OGs) im Mittelpunkt – Netzwerke, die direkt vor Ort die Probleme zusammen mit den LandwirtInnen angehen.

GettyImages Nascendi Klein.

Ein brandneues EIP-Projektvorhaben in Niederbayern und der Oberpfalz rückt die Arzneipflanze Arnica montana in den Vordergrund. Die Blüten erfahren momentan einen Preisanstieg – und das macht ihren Anbau zunehmend attraktiv. Während das Sammeln in freier Wildbahn bislang die günstigere Methode war, lohnt sich der gezielte Anbau von Arnika jetzt mehr denn je. Das eröffnet für LandwirtInnen in der Region völlig neue Möglichkeiten der Wertschöpfung.

Doch so vielversprechend der Arnikaanbau auch klingt – für viele Betriebe fehlt es an den notwendigen Strukturen und Kenntnissen. Genau hier setzt das neue Anbauernetzwerk an, das im Rahmen des Projekts entstehen soll. Landwirte, die sich dem Netzwerk anschließen, profitieren von Abnahmegarantien zu festgelegten Preisen, erhalten umfassende Anbauexpertise und können sich mit anderen LandwirtInnen und ExpertInnen austauschen. Zusätzlich werden wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie Maschinen und Trocknungsanlagen organisiert, die für eine effiziente Produktion notwendig sind.

Wertschöpfung kann so durch den Einstieg in den Arnikaanbau und weiteren Sonderkulturen generiert werden. Zudem gibt es in Bayern eine Reihe von Extraktionsfirmen, die auf eine regelmäßige und verlässliche Lieferung hochwertiger Arnika-Blütendrogen angewiesen sind und daher stark von diesem Netzwerk profitieren würden.

Gefördert wird das zukunftsweisende Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Die Ergebnisse sowie ein Abschlussbericht werden nach Ablauf des Projektes hier veröffentlicht.

 

Weitere spannende EIP-Projekte zum Nachlesen:

(Teil)Autonome Neophytenbekämpfung am Beispiel Riesen-Bärenklau (Umsetzung)

Nachhaltige Unkrautbekämpfung im Grünland mit Anbaugerät (Umsetzung)

Lavendel- und Nutzhanfextraktion (Umsetzung)

BayWIPro - Bayerisches Innovationsvorhaben für die Nutzung von Wiesen zur Insekten-Proteinproduktion (Umsetzung)

Baumsaat - Verfahren zur Direktsaat heimischer Gehölze mithilfe von Fruchttrester (Umsetzung)

Herbstaussaat Braugerste (Umsetzung)

Birnensaft aus Streuobst (Umsetzung)