Gefördert werden Projekte zu Reinkultur- und Mischanbauverfahren, etwa zur Optimierung von Fruchtfolgen, zur Klimaresilienz sowie zur Erforschung weniger verbreiteter Körnerleguminosen wie Kichererbse oder Weißer Lupine. Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel drei Jahre, der Beginn ist ab 2027 geplant. Bewerben können sich Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Bundes- und Landesforschungsanstalten mit Sitz in Deutschland bis zum 21. Mai 2026.
Der Anbau von Leguminosen ist kein neuer Trend, sondern erfolgte auch schon im 20. Jahrhundert in Deutschland. In Trebatsch wurden zwischen 1930ern bis Anfang der 2000er Lupinen gezüchtet, da sie sich für den Anbau auf den sandigen Böden Brandenburgs sehr gut eignen und gleichzeitig die Böden mit Stickstoff anreichern sollten. Dort entstand unter anderem die Gelbe Lupinen-Sorte „Schwako“, die mittlerweile auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen Deutschlands steht und auch in der Genbank des IPK erhalten wird. „Schwako“ wurde 1958 für den Anbau zugelassen und als Gründüngung angebaut. Die Sorte bleibt für den Anbau in Brandenburg weiter interessant, da sie an die dortigen Gegebenheiten gut angepasst ist.
Weiterführende Links:
Die Bekanntmachung und weitere Informationen finden Sie unter: www.ble.de/eps
Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen in Deutschland