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Wildreis schützen – eine lebendige Genbank für die Zukunft

Im Mekong-Delta kämpfen Forschende darum, die letzten Bestände dieser wertvollen Wildform zu schützen.

Das Bild zeigt ein Reisfeld.
Quelle: Pixabay.

Wildreis ist ein genetischer Schatz: Er enthält Eigenschaften wie Salz‑, Säure‑ und Überschwemmungstoleranz sowie natürliche Resistenzen gegen Schädlinge und Krankheiten. Diese Merkmale sind entscheidend, um Reissorten zu entwickeln, die dem Klimawandel standhalten. Doch Wildreisbestände im Mekong-Delta, die größte Reiskammer des Landes, gehen rapide zurück – durch Landwirtschaft, Infrastrukturprojekte und ökologische Veränderungen.

Das Mekong Delta Rice Research Institute in Can Tho arbeitet deshalb intensiv daran, Wildreis zu sammeln, zu erforschen und zu erhalten. Denn im Gegensatz zu Kulturreis besitzt Wildreis ein stabiles, nicht domestiziertes Genom, das sich kontinuierlich weiterentwickelt. Diese „lebendige Genbank“ ist für die zukünftige Züchtung unverzichtbar.

Naturschutzgebiete wie Lung Ngoc Hoang richten inzwischen Schutzflächen ein, kartieren Bestände und überwachen das Wachstum. Gleichzeitig stehen Genbanken vor Herausforderungen wie knappen Budgets und veralteter Infrastruktur.

Expertinnen und Experten betonen: Nur eine Kombination aus Erhaltung im natürlichen Lebensraum, stabil finanzierten Genbanken und internationaler Forschung kann die wertvollen genetischen Ressourcen sichern. Erfolgreiche Sorten zeigen bereits, welches Potenzial in Wildreis steckt.

Der Schutz von Wildreis ist damit nicht nur Naturschutz – er ist eine Investition in Ernährungssicherheit, Klimaanpassung und die Zukunft der Reisbauern in Vietnam.

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