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FAO-Arbeitsgruppe treibt Umsetzung des Globalen Aktionsplans für aquatische genetische Ressourcen voran

Vom 6. bis 8. Juli 2026 tagte in Rom die sechste Sitzung der Zwischenstaatlichen Technischen Arbeitsgruppe für aquatische genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITWG-AqGR) der FAO. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die weitere Umsetzung des Globalen Aktionsplans für aquatische genetische Ressourcen, die Vorbereitung des zweiten AqGR-Weltzustandsberichts und die stärkere Berücksichtigung des Klimawandels in diesem Bereich.

Die Arbeitsgruppe würdigte die bisherigen Fortschritte bei der Umsetzung des Globalen Aktionsplans und sprach sich für eine Fortführung der Unterstützung der Arbeit der FAO in diesem Bereich aus. Dabei kommt dem globalen Informationssystem für aquatische genetische Ressourcen (AquaGRIS) eine besondere Bedeutung zu. Es soll als zentrales Instrument für die Erfassung, Charakterisierung und das Monitoring aquatischer genetischer Ressourcen weiterentwickelt werden. Zudem begrüßte die Arbeitsgruppe die Veröffentlichung mehrerer neuer Leitlinien sowie des E-Learning-Angebots zum Management aquatischer genetischer Ressourcen. Derzeit wird noch an einer Leitlinie gearbeitet, die als Orientierungshilfe bei der Einführung von Zuchtprogrammen in kleinen Aquakulturbetrieben dienen soll (Technical Guidelines for establishing genetic breeding programmes in small-scale aquaculture).

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung des zweiten globalen Weltzustandberichts aquatischer genetischer Ressourcen (SoW-AqGR). Die Arbeitsgruppe überarbeitete die vorgesehene Berichtsstruktur, um die wesentlichen Entwicklungen seit dem ersten SoW-AqGR hervorzuheben. Künftig sollen unter anderem die folgenden Themen stärker berücksichtigt werden: invasive gebietsfremde Arten, neue, bisher wenig genutzte oder nicht kultivierte Arten, Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung, die Anpassung an den Klimawandel sowie technologische Innovationen. Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, ihre nationalen Daten im ersten Quartal 2028 der FAO bereitzustellen.

Auch der Zusammenhang zwischen Klimawandel und aquatischen genetischen Ressourcen wurde ausführlich diskutiert. Die Arbeitsgruppe empfahl, klimabezogene Aspekte künftig in die Berichterstattung der Mitgliedstaaten zu integrieren und die Leitlinien zur Einbeziehung genetischer Vielfalt in nationale Klimaanpassungsstrategien weiterzuentwickeln.

Im Rahmen der Überprüfung des strategischen Plans und des mehrjährigen Arbeitsprogramms der FAO-Kommission für genetische Ressourcen sprach sich die Arbeitsgruppe für gezielte Anpassungen aus. Dazu gehören, eine stärkere Unterstützung der Umsetzung in den Mitgliedstaaten, eine verbesserte Ressourcenmobilisierung und eine engere Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen.

Ein kritisches Thema war die Finanzierung der laufenden Arbeiten. Die Arbeitsgruppe betonte, dass für die Erstellung des zweiten Weltzustandsberichts insbesondere zusätzliche außerplanmäßige Finanzmittel erforderlich sind, und appellierte an die Geberländer und weitere Partner, entsprechende Mittel bereitzustellen.

Die Ergebnisse der Sitzung werden der Kommission für genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (CGRFA) zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.

Weitere Informationen zu den Inhalten der Sitzung können Sie folgenden Präsentationen entnehmen:

  1. Status of the implementation of the Global Plan of Action for the Conservation, Sustainable Use and Development of Aquatic Genetic Resources
  2. Preparation of the Second Report on the State of the World’s Aquatic Genetic Resources for Food and Agriculture
  3. Technical Guidelines for establishing genetic breeding programmes in small-scale aquaculture