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Weitere 7 Sorten auf die Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen aufgenommen

Damit wurde die Rote Liste auf insgesamt 2.623 Einträge erweitert. Der Fachbeirat Pflanzengenetische Ressourcen (BEKO) stimmte auf seiner Sitzung am 11.12.2025 den vorliegenden Anträgen zu alten Sorten von Gemüse und Getreide zu.

Eine Person streckt die Handflächen der Kamera entgegen. Darauf liegen goldene Getreideähren.
Quelle: GettyImages/ bibikoff

Folgende Sorten wurden neu auf die Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen aufgenommen: 

Gemüse:
  • Auenwalder Rote Einbohne
  • Auenwalder Gelbe Einbohne
  • Schäfermädle (Gartenbohne)
  • Huchels Leistungsauslese (Spargel)
Getreide:
  • Eglfinger Zimbern (Weizen)
  • Janetzkis Begrannter Dickkopf (Weizen)
  • Zimmermanns begrannter Opferbaumer (Weizen)

 

Die drei Bohnensorten sind Landsorten aus Baden-Würrtemberg, die seit Generationen in Familien genutzt und erhalten werden. Die Spargelsorte ‘Huchels Leistungsauslese’ ist eine alte Zuchtsorte aus Walbeck vom Niederrhein, die lokal durch wenige Spargelbetriebe angebaut wird. ‘Eglfinger Zimbern’ und ‘Zimmermanns Begrannter Opferbaumer’ sind bayerische Weizen-Sorten, die durch die Schatzbewahrer-Initiative aus der Genbank des IPK geholt wurden und mittlerweile kleine, lokale Vermarktungswege gefunden haben.  ‘Janetzkis Begrannter Dickkopf’ ist eine alte Weizenzuchtsorte aus Niederschlesien, die heute wieder in geringer Zahl in Brandenburg und Sachsen angebaut wird.

Die Rote Liste gefährdeter einheimischer Nutzpflanzen kann als Referenzwerkzeug dienen. Aber auch als Vermarktungsinstrument für alte Sorten wird sie gerne genutzt. Weitere Informationen und die Rote Liste selbst finden Sie auf PGRDEU.