Im Mai 2025 konnte das erste genetische Erhaltungsgebiet (GenEG) für einen Hotspot an Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) in Sachsen-Anhalt in der Nähe von Quedlinburg eingerichtet werden. Die Urkunden wurden am 3. Juli an die Partnerin und Partner durch Vertreterinnen des JKI überreicht, um ihr Engagement für die biologische Vielfalt zu würdigen.
An einem Hotspot wachsen besonders viele WEL-Arten auf engem Raum. Daher können mit einem GenEG bereits viele Arten am Wildstandort geschützt werden. In diesem ersten GenEG sind gleich 18 WEL-Arten vertreten, beispielsweise:
- Asparagus officinalis L. (Gemüse-Spargel)
- Daucus carota L. (Gewöhnliche Möhre)
- Lactuca serriola L. (Kompass-Lattich)
- Prunus mahaleb L. (Felsen-Kirsche)
Das Netzwerk WEL-Hotspots wird vom Julius Kühn-Institut als Fachstelle koordiniert und entstand im Rahmen des Modell- und Demonstrationsvorhabens „In-situ-Erhaltung von Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft mittels Schirmarten“.
Die Einrichtung von GenEG ist eine Maßnahme des nationalen Fachprogramms für pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft. Die GenEG sind Teil des übergeordneten Netzwerks Genetische Erhaltungsgebiete Deutschland. Das IBV unterstützt die Einrichtung und den Ausbau des Netzwerks als nationale Koordinationsstelle.
Die aktuelle Meldung des JKI mit weiteren Infos finden Sie hier.