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Indikatoren und Monitoring

Indikatoren und Monitoring der Agrarlandschaft

Bisher ist im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie (Bundesregierung 2002, Neuauflage 2016) der Indikator „Artenvielfalt und LandschaftsqualitĂ€t“ entwickelt worden. Er basiert auf der Beobachtung der Populationsentwicklung von zehn Vogelarten im gesamten Agrarlebensraum. Das verwendete Stichprobenraster ist reprĂ€sentativ fĂŒr Detuschland gewĂ€hlt. FĂŒr eine differenzierte Bewertung einzelner AgrarrĂ€ume ist die Abstimmung der Daten und die Einbeziehung weiterer wichtiger Indikatoren notwendig. An dieser Erweiterung wird zur Zeit  gearbeitet. Dabei spielt die Vernetzung mit anderen Institutionen und Disziplinen eine wesentliche Rolle um umfassende Bewertungen zur BiodiversitĂ€t in der Agrarlandschaft geben zu können. Die wissenschaftliche Begleitung dieses Schwerpunktes wird vom ThĂŒnen-Institut BiodiversitĂ€t im Ressort des Bundesministeriums fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft geleistet.

Im Rahmen der Nationalen BiodiversitĂ€tsstrategie ist neben dem Indikator „Artenvielfalt und LandschaftsqualitĂ€t“ der Teilindikator „Genetische Vielfalt in der Landwirtschaft“ von Bedeutung. Der Indikator „LandwirtschaftsflĂ€chen mit hohem Naturwert“ (HNV) gehört ebenfalls zum Indikatorenset der Nationalen BiodiversitĂ€tsstrategie mit konkretem Bezug zur Agrarlandschaft. Zu diesen FlĂ€chen zĂ€hlen beispielweise extensiv genutzte Äcker, artenreiche Trockenrasenstandorte oder Brachen. Dort sind in der Regel mehr Tier- und Pflanzenarten vertreten, die in der „Normallandschaft“ nicht zu finden sind. Landschaftsstrukturelemente wie Hecken, TĂŒmpel, Sölle und Terrassen bieten ebenfalls einen besonderen Lebensraum fĂŒr Flora und Fauna und zĂ€hlen daher ebenfalls zu den HNV-FlĂ€chen.

Neben dem Indikatorenset der Nationalen BiodiversitĂ€tsstrategie gibt es eine Reihe anderer Indikatoren mit Relevanz fĂŒr die BiodiversitĂ€t in Agrarlandschaften, die von unterschiedlichen Stellen und mit verschiedenen Methoden in Deutschland erfasst werden.