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Die Förderung unterstützt die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Agrobiodiversität – also der Vielfalt landwirtschaftlich, gartenbaulich und forstlich genutzter Pflanzen und Tiere sowie weiterer relevanter Organismen und Ökosystemleistungen.
Modell- und Demonstrationsvorhaben bilden dabei die Brücke zwischen Forschung und Praxis. Sie entwickeln und erproben neue, beispielhafte und übertragbare Konzepte für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung regionaler genetischer Ressourcen, etwa standortangepasster Kulturpflanzen, Nutztierrassen, Baum- und Straucharten oder fischereilich genutzter Ressourcen. Im Mittelpunkt steht der Wissenstransfer in die Praxis.
Die Vorhaben sollen dazu beitragen, regionale Wertschöpfung zu stärken, die Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen und die Biologische Vielfalt zu erhalten. Die entwickelten Lösungen sollen möglichst auch für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft nutzbar sein und damit einen Beitrag zur Zukunftssicherung leisten.
Zu den MuD-Vorhaben Biologische Vielfalt beim Projektträger der BLE (ptble).
Die BLE vergibt im Auftrag des BMLEH Aufträge für Bestandsaufnahmen und Erhebungen im Bereich der Biologischen Vielfalt. Ziel der Aufträge ist die Erfassung, Inventarisierung und Dokumentation genetischer Ressourcen, das Monitoring der Bestandsentwicklung genetischer Ressourcen und die Erstellung sonstiger Informationsgrundlagen in diesem Bereich.
Zu den Erhebungsvorhaben
Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt für Ernährung und Landwirtschaft ist ein weltweites Anliegen zur Sicherung der Lebensgrundlage. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELH) fördert daher Projekte bei internationalen Organisationen.
Zu den Internationalen Projekten
Neben den soeben beschriebenen spezifisch auf Biologische Vielfalt ausgerichteten Fördermöglichkeiten gibt es innerhalb der BLE noch weitere Förderprogramme, die im jeweiligen thematischen Kontext Vorhaben zur Biologischen Vielfalt fördern.
Mit zwei Förderrichtlinien unterstützt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) den Aufbau und Ausbau von regionalen Bio-Wertschöpfungsketten. Die Richtlinie RIGE richtet sich an Städte, Gemeinden, Landkreise für Verbraucherinformationen und pädagogische Angebote. RIWERT ergänzt RIGE und richtet sich an Unternehmen, Verbände, Vereine und andere Akteure. Gefördert werden hier Fortbildung, Beratung und Kooperationskapazitäten sowie Veranstaltungen zur Initiierung von regionalen Bio-Wertschöpfungsketten. Damit ist sie auch für alte Sorten und Rassen interessant.
Zum BÖL und den Förderrichtlinien
Das Programm zur Innovationsförderung fokussiert auf anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die in enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft marktfähige Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen realisieren. Das Programm ist thematisch breit aufgestellt, je nach inhaltlichem Schwerpunkt aktueller Förderaufrufe auch für Projekte zu Biologischer Vielfalt interessant. Zur Innovationsförderung.
Im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie wird der Anbau und die Verarbeitung heimischer Eiweißpflanzen gefördert. Interessant für Vorhaben zu Biologischer Vielfalt in diesem thematischen Kontext. Zur Eiweißpflanzenstrategie.
Das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung fördert gute Ideen und zukunftsweisende Lösungsansätze für aktuelle und künftige Herausforderungen in den ländlichen Räumen Deutschlands. Seit 2023 fördert das BULEplus verstärkt auch Maßnahmen zur Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten.
+49 (0) 228 6845-3272
Dr. Johanna Wider
Bundesanstalt für Landwirtschaft
und Ernährung
Referat 331
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn