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Netzwerke Biodiversitätsbetriebe

Acker mit Feldgehölz

Quelle: Menzler Öekolandbau.de

Die biologische Vielfalt in den Agrarlandschaften kann nur gemeinsam mit der Landwirtschaft erhalten und gefördert werden. Doch nicht jede Maßnahme eignet sich für jeden Betrieb. Um gezielte Empfehlungen für Betriebe zu entwickeln, gibt es verschiedene Netzwerke von "Biodiversitätsbetrieben", also Initiativen und Projekte, in denen ausgewählte landwirtschaftliche Betrieben, mit gezielten Maßnahmen die Biodiversität auf ihren Betrieben fördern.  Die einzelnen Netzwerke sind heterogen in ihren Schwerpunkten und Zielrichtungen sowie in der Anzahl und  geographischen Verteilung der teilnehmenden Betriebe.

Zentrale Fragen dieser Netzwerkinitiativen sind:

  • Was können landwirtschaftliche Betriebe zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt jeweils auf ihren Flächen beitragen?
  • Welche Maßnahmen lassen sich gut in die Praxis umsetzen und ökonomisch tragfähig in den Betriebsalltag integrieren?
  • Welche Maßnahmen eignen sich für welche Betriebe?
  • Wie wirken sich die Maßnahmen auf die biologische Vielfalt aus?

Im Folgenden ist eine Zusammenstellung von Netzwerken "Biodiversitätsbetriebe". Die Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

F.R.A.N.Z Projekt

Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft

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Wer: Umweltstiftung Michael-Otto, Deutscher Bauernverband
Wo: Bundesweit, 10 Betriebe
Was: Auf 10 Demonstrationsbetrieben bundesweit werden Maßnahmen erprobt, die dem Naturschutz dienen und wirtschaftlich tragfähig sind. Ökologische und sozio-ökonomische Begleitforschung durch das Thünen-Institut, die Universität Göttingen und den Naturschutzbund Deutschland.

Mehr Informationen zum F.R.A.N.Z-Projekt

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Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt

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Wer: Verbundprojekt. Koordination: Deutscher Bauernverband (DBV)
Wo: 
Regional in drei Modellregionen Rheinland, Mosel, Westfalen
Was: Das Projekt entwickelt zusammen mit den Betriebsleiterinnen praxistaugliche Maßnahmen für die Erhaltung der Biodiversität und zur Förderung der Ökosystemleistungen Es informiert die Betriebe über Naturschutzmaßnahmen und fördert deren praktische Umsetzung.

Das Verbundprojekt besteht aus diesen Einzelprojekten:

  • Naturschutzmanagement – Von Bauern für Bauern (Deutscher Bauernverband)
  • „Summendes Rheinland – Landwirte für Artenvielfalt“ (Stiftung Rheinische Kulturlandschaften)
  • „Steillagenweinbau schafft Vielfalt – Das Moselprojekt“
    Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V.
  • „Energiepflanzenanbau und Biodiversität – Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland“
    Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Projekt: „Projektbegleitende Prozessanalyse und Evaluation“ des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

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100 Äcker für die Vielfalt

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Wer: Georg-August-Universität Göttingen, Forschungsinstitut für ökologischen Landbau (FIBL) Deutschland, Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL)
Wo:  Bundesweit
Was: Das Projekt „Errichtung eines bundesweiten Schutzgebietsnetzes für Ackerwildkräuter“
hat zum Ziel, ein nachhaltiges Schutzgebiets-Netzwerk zum Erhalt bedrohter
Segetalarten in Deutschland zu konzipieren und umzusetzen. Mindestens 100 geeignete Ackerstandorte („100 Äcker für die Vielfalt“) sollen für eine „dauerhafte Sicherung“ selten gewordener Ackerwildkräuter unter Schutz gestellt werden und ihre spezielle, auf die Erhaltung der jeweiligen Arten ausgerichtete Bewirtschaftung langfristig sichergestellt werden.

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BASF Farm Netzwerk Nachhaltigkeit in der Region Deutschland

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Wer: BASF Pflanzenschutz Deutschland
Wo:  Bundesweit, international
Was: 53 Betriebe in Deutschland, Österreich und Belgien. Das Projekt begann 2013 und ist auf 10 Jahre angelegt. Ziel ist eine flächendeckende Steigerung der Biodiversität in intensiv genutzten Agrarlandschaften. Es sollen Maßnahmen gefunden werden, die leicht umzusetzen sind und dabei möglichst viel Biodiversität fördern.

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Syngenta Bienenweide

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Wer: Syngenta
Wo:  Bundesweit
Was: Es werden Blühflächen für Bienen und andere Insekten angelegt. 2017
legten 1700 Betriebe Bienenweiden an.
Blühstreifen für Biogas: 30 Betreiber von Biogasanlagen Blühstreifen an – mit dem Fokus
auf die Methanerzeugung aus Wildpflanzen und Mais.

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Landwirtschaft für Artenvielfalt

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Wer: World Wildlife Fund (WWF), Ökologischer Anbauverband Biopark,
Wo:  Regional, im Nordosten Deutschlands
Was: Über 40 Bio-Betriebe auf unterschiedlichen Standorten. Das Projekt fokussiert auf typische Pflanzen- und Tierarten der Agrarlandschaften, die noch verbreitet sind, aber durch die veränderten Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft stark zurückgehen. EDEKA garantiert die Abnahme der Produkte zu höheren Preisen, die den Mehraufwand honorieren. Wissenschaftliche Begleitung durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

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Leitbetriebe Biodiversität

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Wer:  Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Wo:   Regional, Nordrhein-Westfalen
Was: Die 14 ausgewählten Leitbetriebe repräsentieren die Lebensräume und alle Produktionsrichtungen in NRW. So kann eine möglichst große Vielfalt an biodiversitätsfördernden Maßnahmen umgesetzt werden. Langfristig sollen diese Betriebe Demonstrationsbetriebe für Biodiversitätsmaßnahmen werden, auf denen sich Interessierte über die Maßnahmen und ihre Umsetzung informieren können. Auf den Betrieben werden auch Feld- und Fachtage durchgeführt.

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Biodiversität und Landwirtschaft

Gemeinschaftsprojekt zur Förderung der Nachhaltigkeit in Rheinland-Pfalz

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Wer:
Bauern- und Winzerband Rheinland-Pfalz Süd e.V., Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Naturschutzverband Südpfalz e.V., Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, DLR Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz, RLP AgroScience GmbH, BASF SE.
Wo:  Regional, Südpfalz
Was: Seit 2016, Projektdauer 10 Jahre. 22 Betriebe in der Südpfalz setzen Biodiversitätsmaßnahmen um. Monitoring erfolgt durch Natur- und Umweltschutz. Gesammelte Daten sollen digitalisiert und verfügbar gemacht werden.

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Summendes Rheinland - Landwirte für Ackervielfalt

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Wer: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
Wo: Regional, im Raum Bonn, Köln Aachen
Was: Teilprojekt von "Lebendige Agralandschaften - Landwirte gestalten Vielfalt". In der intensiv bewirtschafteten Region erhöhen Betriebe das Blühangebot für Insekten durch den Anbau von  Zwischenfrüchten, Feldsäumen, Anlegen von Brut- und Überwinterungsmöglichkeiten für Bestäuber. 

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Biodiversität auf Pilotbetrieben

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Wer:
Food and Biodiversity: „Biodiversität in den Standards und Labels der Lebensmittelbranche"
Wo:  Internationales Projekt, in Deutschland regional, Baden-Württemberg
Was: Auf über 50 zertifizierten landwirtschaftlichen Pilotbetrieben in Europa werden Maßnahmen
zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. In Deutschland beteiligen sich die Betriebe der
Erzeugergemeinschaften  KraichgauKorn® und Linzgau Korn® in Baden-Württemberg.
Der Fokus liegt auf Naturschutzmaßnahmen im Getreidebau.

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Bayer Forwardfarming

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Wer: Bayer Agrar Deutschland
Wo: Regional, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg
Was: 2 Referenzbetriebe Biodiversität, Ziel ist es, Produktivität mit Artenvielfalt zu verbinden. Durchgeführt werden Maßnahmen zu Biodiversität, Bienengesundheit, Gewässerschutz und Anwenderschutz

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Kontakt

+49 (0)228 6845 - 3272

Dr. Johanna Wider

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 321
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

E-Mail