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Warum In-situ-Erhaltung von WEL?

In-situ-Erhaltung von WEL

Mehr als 2.800 der etwa 3.500 Arten unserer heimischen Flora sind verwandte Wildarten unserer Kulturpflanzen oder potenziell nutzbar f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft. Viele dieser ‚ÄěWildpflanzen f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft (WEL)‚Äú sind nicht nur Bestandteile unserer √Ėkosysteme, sondern auch eine bedeutende Ressource f√ľr die Pflanzenz√ľchtung. Pflanzenz√ľchter nutzen Erbeigenschaften dieser Wildarten zur Entwicklung besserer Kultursorten.

Die nat√ľrlichen Best√§nde dieser Wildarten sind zunehmend durch den Klimawandel und andere Ursachen gef√§hrdet. Die Erhaltung der Wildarten erfolgt am besten, wenn lebensf√§hige Populationen an ihren nat√ľrlichen Standorten, das hei√üt in-situ, erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Dann haben sie die M√∂glichkeit, sich auch weiterhin an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Die in-situ-Erhaltung wird durch naturschutzfachliche Ma√ünahmen gew√§hrleistet. Eine zus√§tzliche Erhaltung erfolgt in Genbanken (ex-situ). Eine Liste priorit√§rer WEL Arten dient als Grundlage einer Schwerpunktsetzung von Erhaltungsma√ünahmen. 

Die In-situ-Erhaltung an nat√ľrlichen Standorten erm√∂glicht die kontinuierliche Anpassung an sich ver√§ndernde Umweltbedingungen und somit die Erhaltung ihrer genetischen Vielfalt, um auch in Zukunft als Ressource f√ľr die Pflanzenz√ľchtung zu dienen.