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Genetisches Monitoring

Genetisches Monitoring von WaldbÀumen

In Deutschland wurden die theoretischen Grundlagen des genetischen Monitorings im Jahr 2004 mit der Erarbeitung eines "Konzeptes zum genetischen Monitoring fĂŒr Waldbaumarten in der Bundes­republik Deutschland" gelegt. Eine "Anleitung zur DurchfĂŒhrung des genetischen Monitorings fĂŒr bestandesbildende Baumarten" (2008) ist Grundlage fĂŒr die praktische Umsetzung des Konzeptes.

Ziel des genetischen Monitorings ist die langfristige Dokumentation der VerÀnderung der genetischen Strukturen der Waldbaumarten durch periodische Aufnahmen. Es leistet damit einen essentiellen Beitrag zur AbschÀtzung und Bewertung der Wirkung von Einflussfaktoren auf das genetische System von WÀldern.

Bisher wurde das genetische Monitoring auf 13 FlĂ€chen in fĂŒnf BundeslĂ€nder fĂŒr vier Baumarten (Rot-Buche, Trauben- und Stiel-Eiche, Vogel-Kirsche) etabliert. Entsprechend den Vorgaben des Konzeptes wurden sowohl bewirtschaftete als auch unbewirtschaftete FlĂ€chen einbezogen, die bereits als forstliche VersuchsflĂ€chen, NaturwĂ€lder, SaatguterntebestĂ€nde oder zur Umweltkontrolle genutzt wurden.

Die Ergebnisse des genetischen Monitorings dienen der forstlichen Praxis, dem Naturschutz, der Politikberatung, der Wissenschaft sowie dem Informationsaustausch mit anderen Monitoring-Systemen. Mit diesem Monitoring werden Forderungen des Übereinkommens ĂŒber die biologische Vielfalt erfĂŒllt.
Aktuell wird im Waldklimafonds ein Projekt zur „Einrichtung eines genetischen Monitorings fĂŒr Buche und Fichte in Deutschland zur Bewertung der genetischen AnpassungsfĂ€higkeit der Baumarten gegenĂŒber UmweltverĂ€nderungen“ (GenMon) gefördert.