Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Am 11. und 12. September 2026 hat das IBV zusammen mit dem BMLEH den Workshop “Essen oder Vergessen - Vielfalt heimischer Sorten und Nutztierrassen” auf dem Jugendpolitischen Forum im BMLEH durchgeführt.
Zu Gast waren Alexandra Becker, Koordinatorin des Erhalter-Netzwerkes des VERN e. V. und Janka Alwon, Foodbloggerin “Jankalicious”.
In einer Gruppenarbeit haben wir gemeinsam Ideen besprochen, wie genetische Vielfalt für regionale Wertschöpfung, nachhaltigen Tourismus, bewussten Konsum und innovative Vermarktung stärker sichtbar werden kann. Über die Verkostung von “Vielfaltsprodukten” konnten die jungen Menschen Vielfalt direkt erleben. Zentral waren die Themen Bildung von Kindern und das „Storytelling“ rund um die Bedeutung biologischer/genetischer Vielfalt, aber auch eine notwendige Förderung entlang der Wertschöpfungsketten.
Die wichtigsten Botschaften an die Politik waren
Investitionen in die dauerhafte Förderung des Managements von Wertschöpfungsketten rund um heimische Sorten und Nutztierrassen (vom Anbau bis zur Vermarktung)
Regionaltypische Landwirtschaft und Ernährung für Kinder verstärkt erlebbar machen (z. B. über Hofbesuche, Schulgärten, Ernährungsbildung, Gemeinschaftsverpflegung)
Thema heimische Sorten und Nutztierrassen in Heimatdialogen explizit adressieren und dadurch sichtbar machen
Unsere Kulturlandschaften sind über Jahrhunderte durch die Nutzung von Menschen entstanden – durch Ackerbau, Weidewirtschaft und regionale Ernährungskultur.
Typische Beispiele in Deutschland:
Diese Landschaften sind Lebensraum für viele wild lebende, teils auch gefährdete Arten – und sind gleichzeitig auf vielfältige Weise nutzbar.
Alte Sorten und Nutztierrassen sind ein zentraler Teil dieser Vielfalt und sind in Kulturlandschaften entstanden. Dadurch sind sie beispielsweise:
Doch viele dieser Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen sind heute oftmals gefährdet bzw. vom Aussterben bedroht, u. a. durch:
Das Ergebnis:
Vielfalt wird zur Nische und droht in Vergessenheit zu geraten.
Vielfalt zu erhalten heißt: Ernährungssicherheit, Biodiversität, regionale Identität und Potenziale zu sichern.
Im Alltag:
Im Verein/ Verband / Projekt:
Politisch:
1Mit Vielfaltsprodukten sind Produkte gemeint, die aus einer seltenen/alten/Land-Sorte oder einer gefährdeten einheimischen Nutztierrasse entstanden sind. Das können Produkte wie Gemüse, Brot, Nudeln, Saft, Wurst/Fleisch, Käse/Milchprodukte, Wolle/Wollerzeugnisse sein oder Karpfen aus traditioneller Teichwirtschaft.
Wenn ihr Ideen entwickelt, Projekte startet oder ein Netzwerk aufbaut, gibt es konkrete Möglichkeiten, eure Ergebnisse sichtbar zu machen und weiterzutragen – im Dialog mit Politik, Praxis und Öffentlichkeit. Bringt eure Perspektiven ein und werdet Teil der Debatte.
Bringt eure Ideen ein und diskutiert sie mit Akteurinnen und Akteuren aus Erhaltungsinitiativen, Kommunen, Regionalentwicklung, Regionalvermarktung, Landwirtschaft sowie aus Schutzgebieten und weiteren Bereichen des ländlichen Raums.
Im Rahmen der Grünen Woche habt ihr die Möglichkeit, eure Themen im IBV-Fachforum auf eine größere Bühne zu bringen und euch mit relevanten Akteurinnen und Akteuren zu vernetzen.
Viele gute Ideen bleiben oftmals unsichtbar. Hier habt ihr die Chance, das zu ändern und Sichtbarkeit für euer zukunftsweisendes Engagement zu erzeugen.
Eure Perspektive als junge Menschen ist entscheidend, wenn es um
geht.
Schaut für einen guten Überblick zur Öffentlichkeitsarbeit auf unseren Veranstaltungsseiten vorbei und stöbert zum Thema Erhaltung gerne auf den Seiten der Genbanken und lernt deren Arbeit kennen.
Weitere Anlaufstellen für Beratung, Vernetzung, Förderung und Praxis:
Über die Fachgremien zu den unterschiedlichen genetischen Ressourcen findet Politikberatung (meist in Form von Stellungnahmen) statt. Schaut gerne bei den einzelnen Gremien vorbei:
Tipp: Für einen politischen Austausch wendet euch direkt an die für eure Region zuständigen parlamentarischen Abgeordneten.